Wenn´s eine Klasse mehr sein soll

Wer ist der Aufstiegsrat? Rudolf F. Thomas, kurz und knapp auch RFT genannt. Früher, so in den frühen 2000er-Jahren, wurde ich als damaliger Vorstand Sport bei den Kickers auch gerne als „Gau-Hoeneß“ bezeichnet. Tatsächlich kam es im Sommer 2005 anlässlich einer Begegnung zwischen einer Würzburger Stadtauswahl und dem FC Bayern München zu einem Doppelpass mit meinem damaligen „Manager-Kollegen“ Uli Hoeneß. Am Rande der Begegnung wurde ich in der Main Post, nach dem ich die selbsternannte Würzburger Fußballelite an der Torwand deklassierte, völlig zu Recht auch zum Fußballgott ernannt.

Main Post vom 15. Juli 2005:
Würzburgs neuer Fußball-Gott

Für Rainer Kilian, einst auch Trainer und Spieler bei den Würzburger Kickers und der TG Höchberg, gibt es seit dem Gastspiel der Bayern am Dallenberg einen neuen „Fußball-Gott“.
Nicht etwa, dass ihm ein Kicker der Stadtauswahl so gut gefallen hat. Nein, Kilian meinte Rothosen-Abteilungsleiter Rudolf F. Thomas. Der Funktionär zeigte nicht nur Kilian beim Torwandschießen,
wo der Barthel den Most holt: zwei Treffer unten, drei oben. Fünf von sechs – besser war keiner! 

Da ich einige Jahre Mitglied im Aufsichtsrat war, habe ich mich im Jahr 2016 kurzerhand zum Aufstiegsrat ernannt. Schließlich bin ich in verantwortlichen Funktionen mit den Kickers fünfmal auf- und nie abgestiegen. Wer kann das in diesem oftmals turbulenten Verein von sich sagen?
Zu diesem Blog habe ich mich entschlossen, damit das, was Fans und traditionelle Rothosen ausmacht auch Online eine Insider-Meinung – vielleicht sogar eine Heimat bekommt. Klingt zugegeben etwas pathetisch, was es auch sein soll. Meinungen unterliegen der Meinungsfreiheit und beinhalten niemals Beleidigungen. Wer seine Meinung hier offen und nicht anonym kundtun möchte, der ist herzlich willkommen.

Dazu noch ein Hinweis vom Aufstiegsrat in eigener Sache:

Das Blog „der Aufstiegsrat“ ist ein privates Angebot und keine offizielle Seite des FC Würzburger Kickers e. V.  Die hier veröffentlichten Meinungen entsprechen daher nicht denen vom FC Würzburger Kickers e. V. und auch nicht dessen AG. rft@der-aufstiegsrat.de 

Den Leitartikel „Mit Guerilla-Marketing zum Profifußball“, der im April 2014 in der IHK-Zeitschrift „Wirtschaft in Mainfranken“ erschienen ist, stammt übrigens aus meiner Feder. IHK-Guerilla-Marketing 07.04.14

Es riecht nach Kickers und nach Bier 

„Alle Fußballverrückte sind irre; aber wer seinen Wahn versteht, der liebt Kickers.“ Die weitere Geschichte zu meinem Zitat steht in der Rubrik „Rot-Weißer Wahnsinn“.
Als einer, der in finanziell dürren Zeiten als Vorstand Sport ehrenamtlich mitarbeitete, damit wir wieder eine bessere Zukunft haben, kenne ich das Innenleben der Kickers aus dem Effeff. Hinzu kommt meine Zeit als Aufsichtsrat von 2010 bis 2016. In all diesen Jahren war von der Landesliga bis zum Aufstieg in die 2. Bundesliga auch finanziell einiges geboten. Menschlich selbstverständlich auch! Aus dem einen oder anderen „normalen“ Kickers-Freund wurde im Glanze des Erfolgs eine sogenannte VIP.

Nun haben sich einige wieder der Normalität besonnen, was wohl dem Abstieg vom Höhenflug 2. Bundesliga in die 3. Liga geschuldet ist. Bäume wachsen nicht einfach in den Himmel! Drei Jahre mit Trainer Bernd Hollerbach waren unterm Strich zu lange.

Wenn die Kickers und mein Heimatverein, der Karlsruher SC (ich bin quasi im Wildpark geboren), spielen, dann kann ich nicht ruhig da sitzen. Ich muss dort stehen, wo die Fankultur lebt. Vielleicht ist das nicht altersgemäß, aber bei jedem Spiel immer wieder ein Erlebnis, das ich nie vermissen möchte. Der Brückenschlag zwischen jüngeren Fans und älteren Kickers-Freunden, die sich vor und nach dem Spiel in der Stadion-Gaststätte treffen, wurde mit dem Übergang von Block 1 zur früheren Geranienfront auch baulich vollzogen. Und genau dort, wo es nach Kickers und Bier – und nicht nach Parfüm riecht, dort treffen wir uns spätestens nach dem Spiel, denn nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel.

RFT und Calli während einer Podiumsdiskussion.